Willkommen bei KSKB

Der Kantonalverband Steine Kies Beton St. Gallen (= KSKB) wurde 1973 gegründet und ihm gehören heute rund 30 Unternehmungen aus dem gesamten Kantonsgebiet an, die schwergewichtig in den folgenden Arbeitsgebieten tätig sind: Steinbrüche und –verarbeitung, Kiesabbauten und Kiesgrubenauffüllungen, Kies- und Recyclingmaterialaufbereitung sowie Betonproduktion.

Aufgaben und Ziele des Verbandes

Der Vorstand setzt sich aktuell aus sechs Mitgliedern sowie einem juristischen Berater zusammen und wird von Ueli Jud, CFO und Verwaltungsrat der Johan Müller AG (JMS), Schmerikon präsidiert. Die Geschäftsstelle befindet sich beim Sitz des Präsidenten.

Die Aktivitäten werden von den Mitgliederversammlungen sowie dem Vorstand aus initiiert. Zu deren Hilfe steht die Geschäftsstelle zur Verfügung sowie Fachgruppen. Diese bilden sich je nach Bedarf als ständige oder temporäre Gruppen mit Projektzielcharakter. Aktuell sind dies: die Arbeitsgruppen Kies/Steine, Beton sowie Alternative Roh-/Baustoffe. Innerhalb der Fachgruppen werden aktuelle Fragen erörtert, Problemlösungen technisch bearbeitet und Lösungsvorschläge zu Handen der Mitglieder ausgearbeitet. Im Rahmen des Vorstandes wird laufend die gesetzliche Entwicklung sowie deren Umsetzung aktiv mit verfolgt und bei Bedarf Gemeinden und der kantonalen Verwaltung beratend beigestanden sowie Projektaufträge der Mitgliederversammlung und/oder des Vorstandes ausgeführt. Der Verband ist ein technisch und politisch ausgerichtetes Fachgremium und dient nicht einer wirtschaftlich und marktmässig ausgerichteten Zielsetzung.

Ferner gehört der Verband zu den Gründungsmitgliedern der Branchenlösung Baustoffrecycling, an der ebenfalls der Kantonale Baumeisterverband St. Gallen (= BVKSG) sowie der Abbruch-, Aushub- und Recyclingverband Schweiz (= ARV) mit als Partner dabei sind. Dabei wird in enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Umweltschutz des Kantons im gesamten Kantonsgebiet die gesetzeskonforme Errichtung von Recyclingplätzen, die normgerechte Produktion und die Einhaltung der Qualitätsanforderungen von Recyclingbaustoffen begleitet und überwacht.

Geschichte und Aktivitäten

Entstanden ist der Verband im Jahre 1973 aus der Notwendigkeit heraus, dass der Kanton die Rohstoffversorgung einheitlich regeln wollte. Aufgrund der Initiative von elf St. Galler Kiesunternehmer wurde zuerst eine Interessengemeinschaft gegründet, welche einige Jahre später zu einem Kantonalverband umgewandelt wurde. Seit Beginn der Tätigkeiten wurden nicht nur die Tätigkeiten der Branche wegweisend gestaltet, sondern es wurde auch versucht, soweit wie möglich auf die Gesetzgebung und vor allem deren Umsetzung innerhalb des Kantons Einfluss zu nehmen, bspw. durch Mitwirkung in Fachgruppen, Foren und Ausschüssen des Kantons sowie durch eine aktive Teilnahme an Vernehmlassungen die die Brancheninteressen betreffen.

Einen Meilenstein erreichte der Verband 1989 ff. als damals das Thema Ökologie stark in den Diskussionen rund um die weitere Existenz von Abbau- und Auffüllstellen aufkam. Dabei leistete der St. Galler Verband Pionierarbeit. Um die damals noch traditionelle Grundsatzdiskussion um „Kiesabbaustellen sind Landschaftsverunstalter und –zerstörer“ zu versachlichen, wurde das Thema „Kieabbau und Naturschutz“ fachlich aufgearbeitet, um den Mitgliedern und der Öffentlichkeit zu zeigen, was für eine Vielfalt von Lebensräumen in Abbaustellen vorhanden sind und wie diese auch nachhaltig gefördert werden können – durch jedes einzelne Mitglied und jeden einzelnen Mitarbeiter auf Abbaustellen. So entstand schliesslich das 1991 neu publizierte Richtlinienwerk der abbauenden Industrie welches durch den Schweizerischen Fachverband der Kies- und Betonindustrie (= FSKB) publiziert wurde. Aus diesen Erfahrungen der 1980er und 1990er Jahre ist ein Leitfaden entstanden, der heute noch Akzeptanz und Beachtung findet, sowohl bei Abbaubetreibern wie auch bei den Umweltverbänden. Abbaustellen sind heute noch immer vorhanden und schaffen dabei einen guten Ausgleich zwischen ökonomischen und ökologischen Interessen – also ein sinnvolles und wertvolles Miteinander von Natur und Mensch.

Ein weiterer wichtiger Beitrag erfolgte auf die Initiative der KSKB in der Mitte der 1990-er Jahre, wo unter Federführung des kantonalen Baudepartementes innert kürzester Frist und unter Zurverfügungstellung aller Unterlagen durch die Mitglieder ein neues kantonales Rohstoffversorgungskonzept (= RVK) erstellt wurde, welches ebenfalls auf Vorschlag des Verbandes hin im Jahr 2007 erneuert und verfeinert wurde. Im Vorfeld zur Erstellung des RVK wurden im Rahmen aller 3 Jahre bei den Mitgliedern und Nichtmitgliedern Umfragen zum Verbrauch, den bewilligten und noch nicht bewilligten Vorräten erstellt, welche schliesslich publiziert werden konnten und dem Kanton in seiner Planung der verfassungsrechtlich verankerten Aufträge zur Regelung der Ver- und Entsorgung wertvolle Grundlagen lieferten. Ebenfalls in diese Kapitel fiel die aktive Rolle bei der Entwicklung von Rahmenrichtlinien zur Behandlung von Abbaugesuchen von Steinen und Erden sowie der Ausarbeitung der kantonalen Deponieplanung 2010.